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Pfarrfest fällt heuer aus


Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Hofkirchen ist ein stattlicher, spätgotischer Bau. −Foto: Franz X. Eder

 

Hofkirchen

Heute, Samstag, um 15 Uhr würden die Glocken der Pfarrei Mariä Himmelfahrt das zweitägige Pfarrfest einläuten. Fünf Glocken bilden das mächtige Geläut der Pfarrkirche. Die jüngste Glocke stammt aus dem Jahre 2011, die älteste aus dem Jahr 1864. Die Corona-Krise verhindert heuer, das Traditionsfest zu feiern.

Hofkirchen gehört zu den ältesten Pfarreien links der Donau. Bereits seit dem 8. Jahrhundert ist ein eigener Priester ortsansässig. Mitte des 13. Jahrhunderts wird es unter den Pfarreien der Diözese Passau benannt.

Im Kirchenführer ist weiter zu lesen, dass die heutige um 1500 erbaute Kirche nicht das erste Gotteshaus in Hofkirchen ist. Sie dürfte drei Vorgängerinnen gehabt haben. Stilistisch gehört die Pfarrkirche zu den vielen spätgotischen Kirchen im ostbayerischen Raum, unter denen sie allerdings eine Besonderheit einnimmt, weil sie mit ihrer Rippenfiguration an der Decke nicht wie die übrigen einer Bauschule zugeordnet werden kann. Man spricht deshalb vom „Meister von Hofkirchen“.

Im Langhaus ist – im Übrigen das einzige Mal – die Rippenfiguration des Altarraums von St. Martin in Landshut aufgenommen, so dass die Kirche baulich in die Landshuter Richtung weisen dürfte. Die heutige Einrichtung stammt zum größten Teil aus der Neugotik des vergangenen Jahrhunderts. Mittelaltar und Ambo wurden bei der letzten Neugestaltung 1999 eingebracht. Die Kirche ragt weit ins Donautal, weshalb sie auch „Dom des Donautals“ genannt wird.

72 Meter ragt der gewaltige Turm in die Höhe und weist auch symbolhaft in den Himmel. Die Kirche ist der Himmelfahrt Mariens geweiht. Das Fest wird am 15. August begangen. „Es ist wohl das nobelste Kirchenpatrozinium“, meint Pfarrer Gotthard Weiß. − fe

 

Quelle: pluspnp.de   —fe

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