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Initiatoren


Die neuen Gemeinderäte in Hofkirchen

 


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atthias Braidt
Als „politischer Newcomer“ sieht sich Matthias Braidt (43), selbstständiger Metzgermeister in Garham, wo er aufgewachsen ist. Obwohl vom Elternhaus her nach eigenen Worten „schwarz“ geprägt, hat er sich erst jetzt zur Kandidatur um ein Amt für die CSU im Hofkirchener Marktrat durchgerungen. „Unsere junge Mannschaft hat mich dazu bewegt“, gesteht der Familienvater, der den designierten CSU-Bürgermeister Josef Kufner aus voller Überzeugung unterstützte. Braidt möchte sich für das Wohl aller Bürger einsetzen, sieht aber wegen der aktuellen Corona-Krise große Schwierigkeiten. „Der Haushalt wird geschrumpft, viel von der Gewerbesteuer fällt weg“, skizziert er als Hauptproblem. Es müsse das Beste daraus gemacht werden, wozu der Neuling die Ausweisung von bezahlbarem Baugrund in Eigenregie der Kommune zählt. Neben dem Erhalt der Schulen und Kitas sieht Braidt die „Hofkirchener Mitte“ als Herausforderung. Das Ziel: „Wir müssen schauen, dass wir das schön gestalten.“ − bp


Marianne Graf
„Anpacken, das ist was, was wir Landwirte sowieso können“, betont Marianne Graf, die für die CSU erstmals kandidiert hat und in den Marktrat einziehen wird. Die 45-Jährige, die auf einem Bauernhof in der Marktgemeinde Windorf aufgewachsen ist, hat den Beruf der Arzthelferin erlernt und eine Ausbildung zur Hauwirtschafterin drangehängt. 1996 heiratete sie in einen Vollerwerbsbetrieb in Gelbersdorf ein. Drei Kinder im Alter von 17, 15 und zwölf Jahren komplettieren die Familie auf dem Anwesen, wo Marianne Graf die Schwiegermutter pflegt. Nicht zuletzt deshalb ist der soziale Bereich ihr Hauptanliegen. Die Vision: Ein Pflegekonzept für die Marktgemeinde entwickeln und umsetzen – unter anderem mit einer Tagespflege-Einrichtung vor Ort zur Entlastung der pflegenden Angehörigen. Auch die Hilfe für sozial benachteiligte Menschen liegt der BBV-Ortsbäuerin von Hofkirchen am Herzen, die ebenso ein besonderes Augenmerk auf einen ordentlichen Zustand der Kinderspielplätze legen möchte. − bp

Fabian Kapfhammer
Den Pauliskirta hat Fabian Kapfhammer von Kindesbeinen an im Ohr. Kein Wunder: Der 29-jährige Neuling ist Sohn von Polit-Urgestein Alois Kapfhammer, der zur jüngsten Kommunalwahl nicht mehr angetreten war. Dass der Sprung in den Marktrat beim ersten Anlauf geklappt hat, empfindet der Junior, der als leitender Konstrukteur im Anlagen- und Sondermaschinenbau bei einem mittelständischen Betrieb in Passau arbeitet und privat seit mehreren Jahren in festen Händen ist, als schönen Erfolg. „Das hat mich sehr gefreut“, sagt der Gründungsvorsitzende der 2016 geschaffenen JU Garham/Hofkirchen, die ihre Mitgliederzahl von sieben auf 25 vervielfacht hat und für den 16-köpfigen Zulauf 2017 eigens belobigt wurde. Im neuen Amt will Kapfhammer „der Jugend wieder ein besseres Wort geben“ und eventuell eine Art Jugendheim in Garham etablieren, um mit dem Nachwuchs mehr ins Gespräch zu kommen. Als größeres Projekt hat der CSU-Rat auch er die „Neue Mitte“ Hofkirchens fest im Blick. − bp

Christian Pritzl
Die junge Generation besser in die Kommunalpolitik integrieren und für frischen Wind sorgen – das ist das Hauptanliegen von Christian Pritzl. Der gelernte Kfz-Mechatroniker (29), der als CNC-Programmierer bei einer großen Firma in Hengersberg arbeitet und im Nebenerwerb den elterlichen Hof mit Lohnunternehmen in Spitzholz betreibt, engagiert sich seit 13 Jahren in der Jungen Union – zunächst im Ortsverband Vilshofen, dann in der JU Garham/Hofkirchen. „Ich habe mich schon immer für Politik interessiert“, erklärt der junge Familienvater, dessen Frau im Juni das zweite Kind erwartet. Als Josef Kufner zum CSU-Bürgermeisterkandidaten nominiert wurde, bedeutete dies für Pritzl: „Das passt.“ Besonders spannend an der künftigen ehrenamtlichen Aufgabe findet er die Gestaltung des im Volksmund schon „Neue Mitte“ genannten Zentrums von Hofkirchen nach dem Kauf mehrerer Häuser durch die Kommune. Auch für die abgelegeneren Ortsteile möchte sich Pritzl verstärkt einsetzen. − bp

Peter Binder
Über den Wahlerfolg und Einzug in den Marktgemeinderat auf Anhieb hat sich Peter Binder schon ein wenig gewundert, wie er eingesteht. Bereits im Sommer 2018 war der 48-Jährige vom scheidenden Bürgermeister Willi Wagenpfeil für eine erste Kandidatur auf der SPD-Liste angeworben worden. Der gelernte Elektriker, der seit fünf Jahren im gemeindlichen Bauhof beschäftigt ist und der Feuerwehr Hofkirchen seit bereits 36 Jahren angehört, wo er die aktive Truppe als Kommandant anführt, ist im Markt aufgewachsen. „Der Marktrat ist für mich ein zusätzlicher Weg, mich neben Bauhof und Feuerwehr einzubringen“, bekräftigt er eine seiner Kernaussagen während des Wahlkampfs. Die Parteizugehörigkeit spielt für Binder, der nebenbei auch ausgebildeter Rettungssanitäter ist, eine untergeordnete Rolle. „Jeder gibt sein Bestes“, unterstreicht er und will vor allem die Jugendarbeit in der Marktgemeinde vorantreiben. Denn er ist davon überzeugt: „Das ist unsere Zukunft, auch in der Feuerwehr.“ − bp

Günter Troiber
Vom zweiten Bürgermeister Georg Stelzer ist Günter Troiber, größter Arbeitgeber in der Marktgemeinde, erfolgreich für eine Kandidatur auf der ÜW-Liste angeworben worden. Da sich der 56-jährige Unternehmer und Vater zweier Söhne, die Interesse am Einstieg in den mittelständischen Familienbetrieb haben, ohnehin gerade Gedanken machte, neben dem Firmen-Engagement eine zusätzliche Herausforderung anzustreben, kam die Idee zur rechten Zeit für den nach eigenen Worten bisher politisch neutralen Marktrats-Newcomer. „Ich bin heimatverbunden und in vielen Vereinen dabei“, skizziert Troiber als gute Voraussetzung für den Einsatz in dem Gremium. Interessant findet er besonders die anstehenden Projekte wie die Gestaltung der „Neuen Mitte“ in Hofkirchen, um bei der Gelegenheit die Leerstandsproblematik im Ort zu lösen und zum Beispiel Übernachtungsmöglichkeiten auch für Geschäftsreisende zu schaffen, die bislang fehlten. „Das ist eine interessante Geschichte“, freut sich Troiber. − bp

Michael Heudecker
Als seit jeher kommunalpolitisch interessiert sieht sich Michael Heudecker. Umso mehr freut er sich über den Einzug für die CSU in den Marktrat im zweiten Anlauf. Der 44-Jährige, nach eigenen Worten ein waschechter, tief verwurzelter Hofkirchener, dazu „glücklich vergeben“, ist als stellvertretender Lager- und Schichtleiter bei Troiber beschäftigt. Ehrenamtlich wirkt er als Tennisclub-Vorsitzender, darüber hinaus im Faschingskomitee Hofnarria. „Ich bin so ziemlich in jedem Hofkirchener Verein Mitglied“, betont Heudecker, der aus der Arbeit als Club-Chef und in Vereinsausschüssen weiß, „wie man Probleme anpackt und löst“. Er bezeichnet sich selbst als Teamplayer. Seine Agenda für das Amt im Marktrat: Den Leuten zuhören und gemeinsam nach vernünftigen Lösungen für die Bürger suchen, zudem die Heimat fit für die Zukunft machen, Vereins- und Jugendförderungen gewähren und ausbauen, effektive Straßensanierungen, beste Bildungsvoraussetzungen für Kinder und die Jugend schaffen. − bp

KatrinWagenpfeil
Mit Politik groß geworden ist – wie sollte es auch anders sein – die SPD-Newcomerin Katrin Wagenpfeil. Der Familienname lässt schon erahnen, dass hier im positiven Sinn der Apfel nicht weit vom Stamm gefallen ist, handelt es sich doch um die Tochter des scheidenden Bürgermeisters Willi Wagenpfeil. „Politik hat bei uns in der Familie immer eine Rolle gespielt“, erzählt die 30-Jährige, die seit 2012 der SPD angehört und sich seit jeher für politische Zusammenhänge interessiert. Gerechtigkeit liegt der Bürokauffrau, die seit 2006 beim Brillenhersteller OWP in Passau arbeitet und sich dort seit 2014 aktiv im Betriebsrat engagiert, besonders am Herzen. Ein gutes Miteinander ist Katrin Wagenpfeil nach eigenen Worten ebenso im Marktgemeinderat wichtig, wo sie vor allem Themen der jüngeren Generation ansprechen möchte. Aber auch ihr ist bewusst, dass der Start in dem Amt, um das sie sich erstmals beworben hat, wegen der Coronavirus-Krise alles andere als leicht sein wird. − bp

 

Quelle: plus.pnp.de   —bp
Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 27.04.2020 oder unter PNP Plus nach einer kurzen Registrierung



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